Die neue Ausgabe der Abenteuerpost ist da!              Keine Bilder? Webversion
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Liebe Fans der Abenteuerpost!

Leben im Jetzt und Hier – das dachte ich mir, als unser Reiseleiter Andrey mich kurz vor meinem Rückflug zum Bodyfly südlich von Moskau einlud. Anzug an, Brille und Helm auf und ab in den Riesenfön! Frei Fliegen nur aufgrund der konstanten Böe von unten – das ist ein tolles Gefühl und hat mich abgelenkt von all den Achterbahnfahrtgefühlen der letzten Monate, Wochen, Tage und Stunden, in denen ich in jüngster Zeit endlich wieder als Pendler zwischen Frankfurt und Moskau in touristisch-diplomatischer Vision unterwegs war. Der Flug in der Röhre war das letzte Highlight meines aktuellsten Russlandaufenthalts.

Kostya in der Röhre
Das tut gut: Körper und Seele nach oben baumeln lassen

Davor feilten meine Kolleginnen und Kollegen, Geschäftspartner und Freunde aus Russland an einem großen Projekt: Möge man uns Wohnmobilreisende diesen Sommer ins Land lassen, nachdem es bereits via Direktflug für Touristinnen und Touristen seit April möglich war. Mehrere Auftritte an runden Tischen und auf Konferenzen arbeiteten auf die große entscheidende Konferenz am 17. Juni hin, wo die großen Entscheidungsträger im russischen Tourismus bis zur Föderationsministerin alle geladen waren, um unter anderem auch über die Öffnung der Grenzen für Reisende mit dem Auto und speziell Wohnmobilreisende in diesem Sommer sprechen wollten. Ich war sogar zweimal als Redner auf dieser Konferenz gesetzt. Zuvor hatten sich Arthur und ich bereits auf einer Konferenz im hohen Norden Russlands rund um das Thema Autotourismus warmlaufen dürfen.

Arthur auf der Autotourismuskonferenz in Kargopol
Auf der Autotourismus-Konferenz in Kargopol

Alles verlief verheißungsvoll. Erwartungsfroh machten wir uns auf den Weg nach Moskau, um unterwegs – einen Tag vor Konferenzbeginn – zu erfahren, dass diese aufgrund der vermehrt auftretenden Delta-Variante abgesagt wurde. Wenn etwas nicht stattfindet, kann dort auch nichts entschieden werden. Immerhin konnten wir uns mit dem Tourismusminister des Moskauer Gebietes, dem bevölkerungsreichsten und einflussreichsten Gebiet Russlands, zusammensetzen und auf eine Einreise unserer AO-Gruppen per Delegationspermit festlegen, solange die Inzidenzen nicht durch die Decke gehen würden. Listen der Einreisenden wurden in Windeseile erstellt, bevor der K.O.-Schlag kam: Das Robert-Koch-Institut schätzt Russland als Virusvariantengebiet ein. Während ich mich fragte, wie viele Buchstaben eigentlich das griechische Alphabet hat, las ich von der in einem Dutzend Ländern nachgewiesenen Delta-Plus-Variante und dachte: „Was kommt denn da noch hermutiert? ,Plus‘, ,Ultra‘, ,Womo-Ex‘ und ,Extra Fies‘, vielleicht noch mit Frühlingsduft?“

Ein bisschen Sarkasmus darf auch mal sein. Wir alle sind total müde von der Pandemie. Und wir werden wieder weit reisen, sobald dies geht. Mit Impfungen wird das möglich sein und irgendwann ist der Spuk wieder vorbei. Immerhin hat Lettland nun seine Einreisesperre gegen Reisende aus Drittstaaten aufgehoben, unsere Baltikumtour mit York und Kathi kann starten. In Russland sind hingegen für diesen Sommer die Kaviareier vom Tisch gerollt.

Was möglich ist und Sinn ergibt, werden wir auch tun. Wir sind hart im Nehmen und reif dafür, unser Reisedefizit bald aufzuholen. In dieser Ausgabe stellen wir zwei neue Allradtouren für diesen Sommer vor. Und wenn gar nichts geht, empfehle ich den freien Flug. Von diesen Riesengebläsen gibt es einige auch in Deutschland. Lasst euch nicht entmutigen. Das griechische Alphabet hat zwei Buchstaben weniger als unseres. Seid bereit, mit eurem Haus auf Rädern loszufahren, lange bevor Omega erreicht sein wird. Viel Spaß mit unserer Juli-Ausgabe!

Euer Kostya


PS: Empfehlt uns gerne weiter! Kostenlose Registrierung hier


Brandneue Touren im Spätsommer 2021!

Wir wollen reisen und wir werden reisen: Unbekannte Ecken des wilden Ostens warten auf uns und unsere Fahrzeuge. Wir haben vier neue Touren ausgearbeitet - je zwei für klassische Wohnmobile und zwei für geländegängige Wohnmobile. Zwei Mal nehmen wir euch mit in die wunderschönen Karpaten, quer durch die Ukraine bis zum Donaudelta. Zwei Mal erkunden wir gemeinsam Südosteuropa von Bosnien und Herzegowina über Montenegro, Serbien und Nordmazedonien bis nach Griechenland. Auf zu neuen Ufern!


Karte Ukrainetour

„Von den Karpaten bis zum Schwarzen Meer“

6. August bis 4. September 2021 (Allrad) – 30 Tage
9. August bis 6. September 2021 (Klassik) – 29 Tage

Nach dem Auftakt in Lemberg führt die Reise für zwei Wochen in die Welt der ukrainischen Karpaten. Die Allradmobile werden auf teilweise recht anspruchsvollen Fahrwegen entlang von Flussläufen und auf den Kämmen der wilden Karpaten gefordert sein. Wildes Campen ohne jede Infrastruktur gehört genauso dazu wie das Kennenlernen von Land und Leuten und den schönsten Städten. Im Süden der Ukraine erkunden die Tourteilnehmenden die wilde Schwarzmeerküste mit Dünen, Canyons und riesigen Buchten. Über Odessa und das Donaudelta geht es zurück in die Europäische Union. Die klassische Tourvariante für alle Wohnmobile fällt etwas milder in der Streckenführung aus – ist landschaftlich aber ebenso schön.

Die Tourbücher für beide Touren werden derzeit ausgearbeitet und in Kürze fertiggestellt. Gerne können Sie sich als Interessent/-in eintragen lassen.

Touren für alle Wohnmobile: info@abenteuerosten.de 
Touren für geländegängige Wohnmobile: info@allradosten.de




Balkantour Karte

„Abenteuer Balkan“

10. September bis 8. Oktober 2021 (Klassik) – 29 Tage
13. September bis 7. Oktober 2021 (Allrad) – 25 Tage

Die Zeit ist reif für das Erkunden der Balkanstaaten: Keine Visa, keine Permits – dafür jede Menge Freiheiten und Abenteuer auf Pisten und ehemaligen Straßen, die besonders im Gebirge Fahrende und Auto fordern werden. Abstecher an Mittelmeerküste und kulturelle Highlights liegen zwischen diversen Allradfahretappen. Lernt Land und Leute und die Wildheit Südosteuropas fernab der touristischen Routen kennen! Im Anschluss bietet sich ein Herbstaufenthalt in Griechenland an. Auch hier gibt es eine „softe“ Variante für normale Wohnmobile ohne Allradantrieb.

Die Tourbücher für beide Touren werden derzeit ausgearbeitet und in Kürze fertiggestellt. Gerne können Sie sich als Interessent/-in eintragen lassen.

Tour für alle Wohnmobile: info@abenteuerosten.de 
Tour für geländegängige Wohnmobile: info@allradosten.de

Knigge mobil: Was darf ich im Ausland noch sagen?

In der Rubrik „Knigge mobil“ erzählt Kostya von den Tücken und Fettnäpfchen, die Reisende unterwegs überraschen können. Glücklicherweise hat er immer einen Rat in petto.

Aktuell ist die Diskussion um Ungarn und die Regenbogenfarben bei der EM in aller Munde. Ungarische Fans waren sauer auf uns, viele von uns wiederum ärgerten sich über die Fans in Ungarn. Der Westen überschüttet Russland und den Iran mit Sanktionen, China steht ständig am Pranger, Nordkorea ohnehin. Sicherlich haben sich die Staaten einiges an Kritik selbst verdient. Ich will hier aber weder etwas schön noch schlecht reden. Ich möchte Tipps geben, wie ich mich als Ausländerin, als Reisender, als echte Overlanderin und echter Overlander verhalte, wenn ich in Ländern wie den genannten, letztlich in fast allen Ländern mit strengen Einreise- und Medienkontrollen unterwegs sein kann, ohne dabei große Probleme zu schaffen.

Internet und schriftliche Äußerungen

An erster Stelle der Problemvermeidung steht der Umgang mit den Möglichkeiten des Internets. So ziemlich jede und jeder von uns ist in den sozialen Medien unterwegs oder nutzt Messenger, wobei die Übergänge hier fließend sind. Ob private oder geschäftliche Nutzung: Das Internet kopiert, spioniert und vergisst nicht. Im Netz fingern neben ganz vielen „normalen Menschen“ Geheimdienste und Strolche herum, übrigens auch hier in Deutschland. Sich wertend abfällig über andere Länder zu äußern, kann beim anschließenden Besuch eines Landes unangenehme Folgen haben. Und das fängt schon in Ungarn und Polen an. Wo ist die Grenze zu ziehen? Bin ich aber in meiner Eigenschaft als Touristin und Tourist unterwegs, dann bemühe ich mich, Kritik, die im Netz aufgezeichnet wird, sehr verhalten zu äußern. Es könnte anders ausgelegt werden, es könnte missbraucht werden. Es ist meist kontraproduktiv.

An der Grenze

An zweiter Stelle steht das Verhalten bei Einreise und im Land selbst. Während man in Russland sich noch recht offen kritisch gegenüber der Regierung äußern darf, sieht das in Ländern wie Türkei, Thailand, China und Iran und vielen anderen anders aus. Nun habe ich keine Angst, dieses hier zu schreiben, obwohl es auch im Internet stehen wird. Man denke an manche rauen, schon seit Jahrzehnten bestehende Einreiseregeln in die USA. Grenzbeamte entscheiden, ob man reinkommt und wie lange das Visum gelten wird. Versucht in diesen Momenten mal, die amerikanische Regierung zu kritisieren. Oder Blogger(in) mit anti-amerikanischen Kommentaren zu sein. Als Globetrotter kommen wir also in verschiedenen Abstufungen in verschiedene kritische Situationen, in denen man die Gegebenheiten des jeweiligen Landes zu akzeptieren hat und die Hufe entgegen der eigenen Überzeugung stillhalten muss, um mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit ins Land zu reisen. Man muss das nicht schön finden, aber man wird im Normalfall ja nicht gezwungen, in das jeweilige Land zu reisen.

Also besser auf jegliche Kritik verzichten? Nein!

Lediglich in bestimmten Räumen, in diesem Fall in den Medien, an erster Stelle dem Internet, und in bestimmten Zeitabschnitten, in diesem Fall Grenzpassagen und bei Kontakten mit staatlichen Behörden, halte ich lieber meine wertende Klappe. Umgekehrt kann ich im nicht kontrollierten Raum zusammen mit den Einheimischen gerne über die Systeme herziehen. Das habe ich auch schon in allen oben genannten Ländern gemacht. Vorausgesetzt man spricht gut die gleiche Sprache wie die Einheimischen, werden manche von sich aus ihr Herz ausschütten und mit Kritik nicht zurückhalten. Sie werden dann mindestens so sauer sein wie wir, wenn wir über Maskenskandal, Guantanamo und Nawalny sprechen. Oder sie werden ganz auf der Linie der Regierung sein. Übrigens vermeide ich meistens von mir aus politischen Talk im Gegensatz zu diesem Ratgeber… Sowohl Amerika als auch Russland, China und die Türkei und gar unser Nachbarbundesland Hessen sind trotz aller Ressentiments tolle Reiseziele mit tollen menschlichen Begegnungen. Das spiegelt die überwältigende Mehrheit aller meiner Reiseerfahrungen und auch die fast aller unserer Reiseteilnehmenden wider.

Beste Reisewünsche von eurem Rheinland-Pfälzer Weltenbummler Kostya


Im herzlichen Gespräch
Egal was die Politik sagt, Treffen mit Einheimischen sind meistens herzlich.

Baltikum 2021: Noch freie Plätze

Baltikumkarte


„Baltikum“: 15. August bis 10. September 2021 – 27 Tage

Schon das zweite Jahr in Folge versucht die Pandemie unsere Tour durch das Baltikum zu stören. Was ihr jedoch 2020 nicht gelungen ist, wird sie auch dieses Jahr nicht schaffen! An dieser Stelle stellen wir euch die beliebte Tour durch den Nordosten Europas vor, für die es noch einige Restplätze gibt.

Unsere Reise durch das Baltikum zählt mittlerweile fast schon zu den Klassikern und ist tatsächlich die einzige AbenteuerOsten-Tour, die sogar im Corona-Sommer 2020 stattgefunden hat. Daher stehen die Chancen auch in diesem Jahr gar nicht so schlecht und seit dem EU-Beitritt aller baltischen Staaten sowie Polens 2004 reist man sozusagen grenzfrei und ohne größere Risiken. Wer also Zeit und Lust hat, in knapp vier Wochen die Highlights Estlands, Lettlands und Litauens zu erleben, kann sich gerne HIER anmelden.

Wer sich vorab einen Eindruck von der Tour verschaffen möchte, dem sei die letztjährige REISEREPORTAGE von York und Kathi, die auch dieses Mal wieder die Reise leiten werden, wärmstens empfohlen.

Nachhaltig mobil: Unsere mobile Ladestation

In der Rubrik „Nachhaltig mobil“ sammelt Tourdirektor und Projektleiter Lukas Ninphius Informationen rund um die Themen alternative Antriebe und nachhaltige Mobilität. Dazwischen berichtet er über den aktuellen Stand unseres visionären Projekts 2025, in dessen Rahmen wir fossilfrei mit klimafreundlichen Antrieben die Welt umrunden wollen.

Logo E-Adventure


Habt ihr schon von E-Adventure gehört? In dieser neuen Sparte entwickeln wir neben E-Wohnmobiltouren auch die passende Technik und Ladeinfrastruktur. Unser ambitioniertes P25 gehört ebenfalls zu diesem Bereich.

Bevor wir uns in P25 auf große elektrische Weltreise machen, wollen wir in den kommenden Jahren erst einmal die europäische Infrastruktur austesten. Im Jahr 2022 sind zwei Touren in Westeuropa geplant, 2023 eine Tour mit Russland. Gleichzeitig stellen wir uns technisch auf für die außereuropäischen E-Touren. Für diese ist es essenziell, eine mobile Ladestation zu entwickeln. Auch hier machen wir erfreuliche Fortschritte und wollen euch dieses Mal über die neuesten technischen Entwicklungen berichten.

Der aktuelle Prototyp unserer mobilen Ladestation besteht aus 118 Photovoltaik-Modulen und kommt auf eine Leistung von 20 Kilowatt-Peak. Mit Wechselrichter, Kabeln, Wallbox (Pulsar Plus), Sicherungen und den übrigen Teilen erreichen wir ein Gewicht von aktuell rund 450 Kilogramm. Unsere Zielvorgabe, mit der mobilen Photovoltaikanlage alle Fahrzeugtypen laden zu können und innerhalb eines Tages bis zu 100 Kilowattstunden zu produzieren, ist somit erreicht. Wir stellen uns vor, dass die Module zu je fünf Stück (zirka 15 Kilogramm) verbunden und einsatzbereit sein sollen. Das bedeutet, bei einem kurzen Stopp kann man kurzerhand viermal fünf Module auslegen und laden. Während einer etwas längeren Mittagspause nimmt man sich fünf Minuten mehr Zeit und legt zwanzigmal fünf Module aus. Bei 60 bis 90 Minuten Pause inklusive Kochen, Essen, Abwasch und einem gemütlichen Kaffee kommt man je nach Witterung auf eine erhebliche Reichweitenverlängerung. Am Stellplatz angekommen legt man alle Module aus und nutzt den folgenden Stehtag, um alle Batterien voll aufzuladen. Auf diese Art und Weise können wir beinahe jede unserer klassischen Touren zu E-Touren machen. Fahrtage von 150 bis 300 Kilometern und fest eingeplante Ladetage lassen sich problemlos integrieren.

Wir hoffen den ersten Prototyp Ende dieses Jahres testen zu können. Für die Zukunft gilt es, die Anlage leichter zu ge
stalten. Auch in diesem Punkt sind wir zuversichtlich.

Mehr über E-Adventure und die E-Touren erfahrt ihr in Kürze auf unserer Website und im neuen Tourenkatalog für die Saison 2022/23.

AllradOsten: Das Problem mit dem Gewicht  Teil 2

In der Rubrik „AllradOsten“ berichten wir euch vom Reisen jenseits der Hauptstraßen. In der vergangenen Ausgabe warnte Reiseleiterin und Allradexpertin Susanne Wick vor Schäden durch überladene Fahrzeuge – dieses Mal gibt sie konkrete Tipps, wie Wohnmobile erst gar nicht zu schwer werden.

Wie kann man beim Fahrzeugbau Gewicht sparen und was kann man bei einem bereits fertigen Fahrzeug ändern, wenn es zu viel wiegt? Wer den Wohnmobilkauf noch plant oder gar selbst ausbaut, kann bereits vorab Einfluss auf das Gewicht nehmen. Durch Austausch einzelner Komponenten lassen sich aber auch im Nachhinein einige Kilos sparen. Hier habe ich einige Beispiele für euch:

Möbel: Wer selbst ausbaut oder ausbauen lässt, kann durch leichtes Holz, zum Beispiel Pappel-Sperrholz durchaus 100 bis 200 Kilogramm an Gewicht sparen im Vergleich zu herkömmlichem Holz.

Wassertank: Für wie viele Tage sollte man Wasser mitnehmen können? Das hängt auch davon ab, ob man vor allem Campingplätze nutzt oder eher die Stellplätze in der Natur ohne Strom- und Wasseranschluss sucht. Ein großer, voller Wassertank wiegt schnell mal 100 bis 200 Kilogramm, die man mit sich rumschleppt. Wer mehr hat verbraucht mehr. Man kann pro Person etwa 10 bis 15 Liter täglich für Trinken, Waschen/Hygiene und Kochen rechnen. Wer gerne täglich ausgiebig duscht, wird damit natürlich nicht auskommen.

Dieseltank: Stahl- oder Alutank – das ist hier die Frage. Je nach Größe hat der Stahltank bis zu 50 Prozent mehr Gewicht. Allerdings ist der Stahltank billiger. Wer mit seinem Wohnmobil auch ab und an im Gelände fahren möchte, sollte auch berücksichtigen, dass ein Stahltank deutlich stabiler ist.

Batterien: Seit einigen Jahren werden vermehrt Lithium-Batterien in Wohnmobilen verbaut. Diese haben einige Vorteile gegenüber den herkömmlichen Bleiakkus. Uns interessiert hier vor allem das Gewicht: Ein Bleiakku mit 200 Ah wiegt etwa 60 Kilogramm. Eine LiFePO4-Batterie mit 100 Ah bringt gerade mal zwölf bis 16 Kilogramm auf die Waage. Da Bleibatterien nur bis maximal 50 Prozent entladen werden sollen, bei Lithium-Batterien aber nahezu die komplette Kapazität genutzt werden kann, entsprechen beide in etwa der gleichen Stromkapazität und es kann hier locker zwei Drittel des Gewichts gespart werden. Leider sind Lithium-Batterien im Camper immer noch ein gewisser Luxus, da ihr Preis um einiges über dem Preis gewöhnlicher Akkus liegt.

Markise oder Sonnensegel? Eine gängige Kassettenmarkise wiegt im Schnitt zwischen 30 und 40 Kilogramm. Im Vergleich dazu wirkt die Rollmarkise mit rund zehn Kilo wie ein Leichtgewicht, noch weniger wiegt ein Sonnensegel mit Aufstellstangen. Außerdem ist bei Allradfahrzeugen zu bedenken, dass die Gefahr besteht, sich eine Markise bei Fahrten im Gelände abzureißen, während eine Kederschiene zum Einfädeln eines Sonnensegels nur minimal aufbaut.

Hausrat und Ausstattung: Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, hat ein kleines Haus mit viel Hausrat dabei, da kommt einiges an Gewicht zusammen. Müssen die Kaffeemaschine, der Fön und das Ladegerät für die E-Bikes unterwegs sein? Auch beim Einkauf von Lebensmitteln vor der Urlaubsreise sollte man sich fragen, ob man nicht vieles auch vor Ort bekommt, vielleicht sogar günstiger und mit Sicherheit landestypischer.

Bei Sportgeräten kommt schnell einiges an Gewicht zusammen. So wiegt ein Klapprad etwa 15 Kilogramm, ein E-Bike etwa 25 Kilogramm, und wer gar ein Quad mitschleppt, nimmt nochmal ab 330 Kilogramm mit auf Reisen (plus elektrischer/hydraulischer Lift).

Auch bei Gasflaschen lässt sich einiges an Gewicht einsparen: Wer Aluflaschen statt Stahlflaschen mitnimmt, spart etwa fünf bis sechs Kilogramm pro Flasche, allerdings kosten die Aluflaschen mehr in der Anschaffung.

Es gibt noch einige andere Punkte, an denen man Gewicht einsparen kann, ohne den Urlaubs- oder Fahrspaß einzuschränken. Einen guten Überblick über die verschiedenen Materialien mit ihren Vor- und Nachteilen bieten neben den Fachzeitschriften natürlich Messen wie die Abenteuer Allrad in Bad Kissingen, wo viele Hersteller von Einbau-Zubehör, aber auch Fahrzeugbauer ausführlich beraten.


Überladung ist gefährlich
In der vergangen Ausgabe gab es bereits ein besonderes Beladungsbild aus China. Hier noch eins, dieses Mal auf der Landstraße.

Treffpunkte: Messen & Events 2021



Caravan Salon Düsseldorf

Dank sommerlichem Wetter, niedriger Inzidenzwerte und ausgestattet mit einem Sicherheits- und Hygienekonzept konnte der Caravan Salon 2020 trotz Pandemie stattfinden. Für 2021 sind wir deshalb ebenfalls guter Dinge. Informationen zur Messe gibt es HIER.







27. August - 5. September 2021 





SeaBridge-Herbsttreffen

Alle Hoffnung auf die zweite Jahreshälfte! Nachdem wir viele von euch bei unserem digitalen Frühlingstreffen per Onlinestream treffen durften, drücken wir uns allen die Daumen für ein physisches Zusammenkommen im September in Bad Könighofen und im Oktober in Bad Dürrheim.
Aktuelle Infos gibt es wie immer bei SeaBridge Online.









9. -12. September 2021 
Bad Dürrheim

7.-10. Oktober 2021
Bad Königshofen





21. - 24. Oktober 2021 



Abenteuer & Allrad

Die bedeutende Offroad-Messe bietet mit über 350 Ausstellerinnen und Ausstellern ein breites Angebot für die Allrad-, Wohnmobil- und Overlanderszene. Details zur Messe und zum Programm findet ihr HIER


TeamgeistER: Pfadfinder – Ratgeber – Wegweiser

Es braucht viele gute Geister, die unsere Touren ausarbeiten, uns umsichtig ans Ziel führen und sicher wieder nach Hause bringen. Wir wollen euch die Menschen aus unseren Teams vorstellen. Nur mit ihnen, ihrem Wirken, Können und Wissen und ihrer großen Passion konnten wir das werden, was wir heute sind: ein starkes Netzwerk aus guten Kontakten, treuen Begleitern und verlässlichen Beziehungen, das auf noch so schwierige Fragen fast immer eine Antwort findet. Es überspannt nach 13 Jahren Reiseorganisation den wilden Osten von Berlin bis Timor.

Sergej Lobarew und Konstantin Abert

Sergej Lobarew
- Politisch für uns im Einsatz

Wir Wohnmobilreisende sind ein Teil der Autotourismusgemeinde. Mittlerweile ist diese auch in Russland ein gewichtiger Faktor: Haben doch alle Selbstfahrerinnen und Selbstfahrer, ob per Motorrad, PKW oder Reisemobil, oft die gleichen Grundbedürfnisse – Visa, Grenzprozedere, Sicherheit und Versorgung sowie Land und Leute kennenlernen. Damit es allen Autotouristinnen und Autotouristen im größten Land der Welt gut geht, gibt Sergej Lobarew als Präsident der Assoziation für Autotourismus und Caravaning sowie Abgeordneter der Duma des Moskauer Gebiets alles. Auch in der aktuellen Situation der geschlossenen Grenzen über Land engagiert sich Sergej Lobarew und wirkt auf das Tourismusministerium in unserem Interesse ein. Wohl dem, der Hundert Freunde im Wilden Osten hat. Sergej ist einer davon.

Foto: Kostya Abert (links) und Sergej Lobarew (rechts). Handschlag möglich dank Impfung.

Ohne unsere Reiseleiterinnen, Reiseleiter und internationalen Teams hätten wir niemals so viel von Land und Leuten mitbekommen können. Wir haben von ihnen Insiderwissen erhalten und Geheimtipps erfahren, haben gemeinsam spannende Veranstaltungen besucht und auf diese Art so viele wundervolle Erfahrungen machen können, die wir mit unseren Reiseteilnehmenden teilen. Vor allem haben wir eine große Freundschaft geschenkt bekommen. Danke!

Bild des Monats: Aussichten

Traumstellplatz

Traumplatz im Kenozerski-Nationalpark im Archangelsker Gebiet. Schon bald werden wir hier im Nordwesten Russlands mit Wohnmobilreisenden unterwegs sein.

Video des Monats: Schwebezustände

Bodyfly in Russland: Die Profis tanzen in der Luft.

Bodyfly in Russland


      

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