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Liebe Freunde des mobilen Abenteuers!


Wie schreibt man ein Editorial für die pandemiebedingt ausgebremste Reisemobilszene – und dann noch zu Weihnachten? Ist doch eh alles zu – Bühnen, Kneipen und Grenzen. Der Himmel meistens grau, der Hundekot unter braunen Novemberblättern verborgen, die Temperatur wie die Stimmung: im Keller. Zugegeben, diese Wintermonate sind echt nicht der Brüller. Die zweite Welle rollt und noch einmal müssen wir echt geduldig sein. Selbst heimatliche Stellplätze sind geschlossen; Gastronomie, Tourismus und Kultur auf Eis gelegt. Ich kann alle Betroffenen gut verstehen. Auch wir als AbenteuerOsten kämpfen und bestehen derweil eine wahre Zerreißprobe in diesem verflixten Pandemiemarathon. Nur zwei Touren konnten wir in diesem Jahr fahren: „Eisfischer“ und „Baltikum“. Alle anderen Touren haben wir behandelt wie manche Studierende ihre Hausarbeiten: immer wieder verschoben, bis sie ins nächste Jahr rutschten. Trotzdem sage ich: „Na und!“ Unsere erste „Auf dem Landweg nach Australien“-Tour hatten wir bereits 2009 auf den Bühnen der Globetrotter-Treffen vorgestellt und sie sollte spätestens 2011 starten. Im Oktober 2012 ging es endlich los. Es kommt uns allgemein zugute, dass wir schon seit unseren ersten Fernreisen vor 15 Jahren Durchhaltevermögen und Flexibilität trainieren konnten. Und solange sich die Dinge nicht zeitlich ausdehnen wie die Causa Flughafen Berlin, halten wir das genauso wie ihr, liebe Leserinnen und Leser, aus. Wir überstehen das. Basta! Als stetige Optimistinnen und Optimisten müssen wir sogar zugeben, dass wir noch nie eine so lange Vorfreude auf unsere Reisen empfinden durften wie jetzt. Noch nie waren das Büro und unsere Reisemobile so aufgeräumt, noch nie unsere Reiseleitungen so ausgeschlafen wie in diesem Jahr. Wenn meine Kinder meinen, dass es noch eine Ewigkeit dauert, bis Weihnachten kommt, dann kommt es trotzdem in 24 Tagen. Und so ist es auch mit unseren Reisen: Sie kommen wieder, auch wenn es uns wie eine Ewigkeit vorkommt.

Übrigens hat es uns riesig gefreut, dass unsere Winterreiseidee, im nordischen Winter Polarlichter per Reisemobil zu jagen, auf so großes Interesse gestoßen ist. Ich selbst hatte das erste Mal die winterliche Halbinsel Kola just zwischen den Jahren besucht. Dort traf ich meine große Liebe und durfte ganz nebenbei den Charme des Winters erleben. Silvester feierten wir im hellen Schnee und auf städtischen Eisrutschen. Polarlichter gab es gratis on top. Das war unendlich romantisch!

So wunderbar kann die dunkle, kalte Jahreszeit sein. Möge sie euch trotz aller aktuellen Einschränkungen auch in diesem verflixten Jahre 2020 einige schöne Momente schenken. Passt alle gut auf euch und eure Lieben auf.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch
wünscht euch das ganze Team von AbenteuerOsten!





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Knigge mobil: Sicher durch den Winter

„Bleibt gesund!“ kann man in diesen Zeiten immer wieder hören. Dabei muss es nicht mal eine heimtückische Krankheit sein, die einen eventuell dahinrafft. Es reicht ja schon ein Unfall. Im Winter, im Dunkeln, im Kalten und Glatten sind die Chancen dazu höher als in den hellen Jahreszeiten.

Um einem Winterunfall vorzubeugen, haben wir Reisemobilistinnen und Reisemobilisten zwar nicht alles, aber doch vieles in der Hand. Das geht schon damit los, dass man nach einer feucht-frostigen Nacht, wie wir sie oft in Europa haben, die mit Reif bedeckte Frontscheibe sowie Seitenscheiben und Spiegel vom Eis befreie und zwar mit vernünftigem Eiskratzgerät. Sonst ist man danach so außer Puste, dass man – hechelnd hinter dem Steuer sitzend – das eben außen entfernte Eis nun innen hat. Wohl den Schlauen, die den Wetterbericht zuvor gehört und eine Schutzfolie auf die Scheiben geklemmt hatten, oder gar eine Abtaufunktion in Scheibe und Spiegeln besitzen. Als ich in den Neunzigern in Russland unterwegs war, hatten die harten Trucker nur eine einzige Frostschutzmaßnahme getroffen: abends das Kühlwasser rausgelassen, morgens zwei Teekannen warmes Wasser in den Kühler reingegossen und gut war's. Der Wodka blieb stets beim und im Fahrer. Heute gibt's das auch in Russland praktisch nicht mehr. Zurück nach Westeuropa: Ist die Scheibe eisfrei, kann es losgehen. Aber bitte mit Gefühl und schön angemessen fahren, sollte tatsächlich draußen auch noch Schnee liegen. Ist man mit seinem Reisemobil zum ersten Mal auf Schnee und Eis unterwegs, ist es ratsam, in einer autofreien Straße oder auf einem leeren Parkplatz erst einmal etwas zu üben, um ein Gefühl zu bekommen. Denn auch Winter- und Geländereifen können ganz schön rutschen. Vorderradantrieb zieht bei nicht zu viel Gesamtgewicht gut, Hinterradantrieb schiebt – gerne auch mal dahin, wo man nicht hinwollte. Allrad ist top, aber hat nicht jeder. Diesel laufen heutzutage bei jeder per Reisemobil erlebbaren Temperatur, solange man da tankt, wo es auch kalt ist. Auf dem afrikanischen Kontinent getankten Sprit im Tank nach Hause gebracht und im Winter gefahren verstopft beispielsweise recht schnell den Treibstofffilter.



Wer noch braver und aufmerksamer als zur warmen Zeit auf winterlichen Straßen unterwegs ist, hat gute Chancen, ohne Unfall durchzukommen. Klar ist, dass Frostschutz auch im Inneren des Mobils zu bedenken ist.

Mit winterfestem Fahrzeug und angepasstem Verhalten im winterlichen Verkehr ist es noch nicht getan. Was hilft mir ein unversehrtes Reisemobil, wenn ich auf dem Weg vom Lenkrad zur Sauna auf dem Allerwertesten lande und dabei feststelle, dass mein Gesäß gespalten ist. Scherz beiseite, leider ist eine der Hauptunfallquellen unter uns Wintermobilistinnen und Wintermobilisten, auf dem Weg vom oder zum Reisemobil auszurutschen und sich dabei ernsthaft zu verletzen. Am Abend noch fester Schnee kann sich bis zum nächsten Morgen in angetautes Eis verwandeln. Ein falscher Tritt und Schwupps – wieder gespalten.

Abschließend ein Tipp für die Reifen: Nur Spikes oder aufziehbare Steigeisen geben einen vernünftigen Halt. Nehmt es wirklich ernst. Vorsicht hinter dem Steuer und auf dem Weg dahin, wenn der Winter Einzug gehalten hat. Wir haben das schon einmal in der Gruppe auf der Tour „Eisfischer“ ausprobiert und werden auch in Zukunft Winterlandschaften auf unseren Polarlichter-Touren erkunden. Mit etwas Vorsicht ist die Winterzeit auch eine reisewerte Zeit – allerdings sind wir wohl erst im nächsten Jahr auf Achse.








Nachhaltig mobil: Herausforderung Stromtanken 

In der Rubrik „Nachhaltig mobil“ sammelt Tourdirektor und Projektleiter Lukas Ninphius Informationen rund um die Themen alternative Antriebe und nachhaltige Mobilität. Dazwischen berichtet er über den aktuellen Stand unseres visionären Projekts 2025, in dessen Rahmen wir fossilfrei mit klimafreundlichen Antrieben die Welt umrunden wollen.

Die Autos immer schicker, immer schneller und mit mehr Ladekapazität: Elektroautos sind konkurrenzfähig gegenüber Fahrzeugen mit klassischen Antrieben geworden. Warum sich viele Fahrzeughalterinnen und Fahrzeughalter trotzdem immer noch gegen E-Autos entscheiden, liegt am komplizierteren „Tankvorgang“. Wird ein Benzintank langsam leer, steuert man eine beliebige Tankstelle an, steckt den Zapfhahn ein und zahlt am Ende entweder per Bankkarte oder bar an der Kasse. Geht die Batterie des Elektroautos langsam zur Neige, muss man dagegen bereits einen guten Plan parat haben. Derzeit ist die Landschaft der Ladestationen so vielfältig wie deren Registrierungs- und Nutzungsarten. Die unterschiedlichen Anbieter arbeiten mit Apps, Karten, SMS oder sonstigen Möglichkeiten. Einfach anfahren, laden und mit Bankkarte zahlen ist nicht möglich.

Ein weiterer Aspekt: Im Vergleich zum Benzintanken erfährt man beim Stromtanken häufig erst im Nachhinein, wie viel eine Kilowattstunde genau gekostet hat. Die Preise variieren dabei sehr stark: An der Heimsteckdose zahlen Verbraucher und Verbraucherin rund 31,5 Cent pro Kilowattstunde. An Stromtankstellen variiert der Preis pro Kilowattstunde zwischen 32 Cent und 52 Cent, Schnellladetarife liegen teilweise bei über 75 Cent. Richtig teuer kann es bei den Roaminganbietern werden: Eine eigentlich geniale wie simple Idee, viele verschiedene Anbieter unter einem zentralen Anbieter zu vereinen, wird gern dafür genutzt, sich die Tarife teuer bezahlen zu lassen. Ein Check beim Laden über Drittanbieter ergab beispielsweise, dass der Ladevorgang an einer Eon-Säule über den Dienstleister New Motion 8,69 Euro für 100 Kilometer kostet. Lädt man direkt über den Betreiber Eon, zahlt man für die gleiche Leistung 7,75 Euro. Damit liegt man übrigens kostentechnisch über einer vergleichbaren Tankfüllung für einen modernen Benziner: Dieser liegt aktuell bei rund 7,50 Euro pro 100 Kilometer.

Die Bundesregierung fördert seit dem 24. November 2020 den Bau privater Aufladestationen (Wallboxen) mit 900 Euro. Das ist eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung. Um das Betanken von E-Autos aber genauso einfach zu machen wie das der traditionellen Kraftfahrzeuge, muss die Bundesregierung hier gemeinsam mit den Ländern und Privatanbietern ein einheitliches Konzept erarbeiten. Und wie wäre es mit einheitlichen und europaweit geltenden Tarifen, die im Idealfall in einer zentralen Applikation oder Karte zusammengeführt werden? In diesem Bereich sehen wir die größten Stellschrauben, um Anreize für Verbraucherinnen und Verbraucher zu setzen.




AllradOsten: Der Traum von Freiheit



Seit zwei Ausgaben berichten wir in der Rubrik „AllradOsten“ über das Reisen jenseits der Hauptstraßen. Dieses Mal macht sich Susanne Wick, Koordinatorin der Allradtouren und Reiseleiterin, Gedanken über die Gründe, warum Allrad-Wohnmobile immer beliebter werden. 

Neulich habe ich zufällig einen Artikel in einer Zeitschrift gelesen, in dem die Frage gestellt wurde, warum Allrad-Wohnmobile derzeit boomen. Der Autor konnte darauf nicht wirklich eine Antwort finden und ich dachte mir: „Der sollte uns von AllradOsten mal fragen!“ Es gibt so viele verschiedene Gründe, warum sich Wohnmobilistinnen und Wohnmobilisten einen Allradler wünschen, wie es verschiedene Varianten von Allradfahrzeugen gibt.

Viele Reisende, die schon längere Erfahrung mit Wohnmobilen haben, möchten einfach nur mal näher über einen Feldweg an einen Strand oder See ranfahren können, ohne Angst haben zu müssen, ihr Fahrzeug gleich einzusanden. Oder sie schätzen die größere Bodenfreiheit, um beim Auffahren auf eine Fähre nicht gleich hängenzubleiben oder eine holprige Nebenstrecke befahren zu können. Und dann gibt es die Abenteuerlustigen, die sich in Südmarokko durch die Sanddünen buddeln wollen und einfach Spaß daran haben, die eigenen Grenzen und die ihres Fahrzeugs auszutesten. Der eine kauft sich ein schickes neues, sehr komfortables und voll ausgestattetes Fahrzeug von den großen Markenanbietern, die andere besorgt sich ein altes Feuerwehrfahrzeug und bastelt in liebevoller Kleinarbeit und in hunderten von Arbeitsstunden ein funktionelles Unikat daraus.

Was sicherlich alle gemeinsam haben, ist der Wunsch, nicht nur auf dem offiziellen Stellplatz in Reihe zu stehen, es geht um eine gewisse Freiheit und um Abenteuerlust: Mal abseits der Zivilisation an einer Klippe zu stehen, wo man nicht mit dem normalen Fahrzeug hinkommt. Abgelegene Gegenden zu erkunden, die anderen verschlossen bleiben – eben einen Hauch von Abenteuer in unserer immer stärker reglementierten Welt zu genießen. Es gibt immer noch Ecken in Europa, wo das geht und wo noch kein Massentourismus stattfindet. Ganz besonders gut geht das aber im wilden Osten, wo es keine Verbotsschilder für Wohnmobile gibt. Ganz einfach deshalb, weil kaum welche unterwegs sind. Ob am Ufer des Baikalsees, in den Kirowsker Alpen Nordrusslands, am Kaspischen Meer oder in den Bergen des georgischen Kaukasus – hier finden wir noch die Freiheit, die wir suchen. Und mit der entsprechenden Bodenfreiheit, Allradantrieb und Hinterachssperre geht es noch ein bisschen weiter hinein in die östliche Wildnis.




Treffpunkte: Messen & Events 2020







Weihnachtsspecial

19. Dezember 2020
17:00 Uhr




Wir haben es schon angekündigt: Gemeinsam mit vielen bekannten Gesichtern aus verschiedenen Ecken dieser Welt wollen wir digital mit euch in die Weihnachtstage starten. Dazu laden wir ganz herzlich zu unserem live übertragenen AbenteuerOsten-Weihnachtsspecial aus dem Mainzer Büro ein!

Los geht es am Samstag, dem 19. Dezember um 17 Uhr. Mummelt euch in eine warme Decke ein, kocht eine große Kanne Tee, stellt Gebäck bereit und zündet Kerzen an – es wird ein gemütlicher und gleichzeitig aufregender Abend.

Neben spannenden Geschichten aus den letzten Jahren wollen wir euch vor allem erzählen, was wir 2021 geplant haben. Wir können zwar nicht in die Glaskugel schauen, haben aber viele Pläne A, B, C in den Kofferräumen unserer Reisemobile.

Hier geht es zum Livestream auf Youtube.

Den Streaminglink findet ihr auch auf www.abenteuerosten.info/termine sowie demnächst auf Facebook und Instagram.





Teamgeister: Pfadfinder – Ratgeber – Wegweiser

Es braucht viele gute Geister, die unsere Touren ausarbeiten, uns umsichtig ans Ziel führen und sicher wieder nach Hause bringen. Wir wollen euch die Menschen aus unseren Teams vorstellen. Nur mit ihnen, ihrem Wirken, Können und Wissen und ihrer großen Passion konnten wir das werden, was wir heute sind: ein starkes Netzwerk aus guten Kontakten, treuen Begleitern und verlässlichen Beziehungen, das auf noch so schwierige Fragen fast immer eine Antwort findet. Es überspannt nach 13 Jahren Reiseorganisation den wilden Osten von Berlin bis Timor.




Ararat
- wo der Name wirklich Programm ist

Mittlerweile sind bereits 10 Jahre vergangen, seit Ararat uns das erste Mal mit einer Wohnmobilgruppe durch Usbekistan begleitet hat. In der Zwischenzeit wurde sein Wirkungsbereich immer größer und so kennen ihn auch viele Reisende von unseren Touren in Russland, der Mongolei und auf der Arabischen Halbinsel. Dabei ist es nicht nur sein technisches Können, welches uns immer wieder in schier aussichtslosen Situationen rettet, sondern vor allem seine freundliche und hilfsbereite Art, die ihn in jedem Land und jeder Gruppe zu einem absoluten Sympathieträger macht. Sollte es also für den Spruch „nomen est omen“ jemals eines Beweises bedurft haben, so hat ihn unser „Berg“ mehrfach erbracht und wir wissen, dass wir uns jederzeit auf ihn verlassen können - vielen Dank, lieber Ararat!

Ohne unsere Reiseleiterinnen, Reiseleiter und internationalen Teams hätten wir niemals so viel von Land und Leuten mitbekommen können. Wir haben von ihnen Insiderwissen erhalten und Geheimtipps erfahren, haben gemeinsam spannende Veranstaltungen besucht und auf diese Art so viele wundervolle Erfahrungen machen können, die wir mit unseren Reiseteilnehmenden teilen. Vor allem haben wir eine große Freundschaft geschenkt bekommen. Danke!


Bild des Monats: Vom Schnee verweht




Normalerweise sind wir um diese Zeit unterwegs zum „Überwintern“ im warmen Oman. Auf dem Weg dorthin kann es aber noch richtig frisch werden. Ein wenig Schnee – so wie hier im Dezember 2014 auf dem Gipfel des sagenumwobenen Nemrut Dagi im türkischen Taurusgebirge – hält echte Wohnmobilistinnen und Wohnmobilisten aber noch lange nicht auf!



Video des Monats: Sibirische Impressionen

Hinter dem Nebel knistert der Fluss Angara, der auf seinem Weg durch Sibirien und den Baikalsee auch durch die Stadt Irkutsk fließt. An dieser Stelle hier friert er nicht zu und bietet ein besonders schönes Schauspiel.




      

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