Die neue Ausgabe der Abenteuerpost ist da!              Keine Bilder? Webversion
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Liebe Freunde des mobilen Abenteuers,


Frisch zurück aus der Schweiz, nach fünf Tagen Messe trotz Corona, voller neuer Ideen und Reisepläne – so hätte ich mir die Berichterstattung über den Suisse Caravan Salon eigentlich vorgestellt. Im Sommer hatte Düsseldorf bereits bewiesen, dass Wohnmobilmessen – mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen – auch in diesen schwierigen Zeiten möglich sind. Der Kanton Bern hatte das Hygienekonzept des Schweizer Salons wenige Tage vor dem Startschuss genehmigt. Leider kam es aber anders als wir gehofft hatten.

Die Messe startete wie geplant am Donnerstag. Alles war sehr gut organisiert, die Leute hielten sich fast alle an die Abstandsregeln, trugen Masken, die tägliche Besucherzahl war begrenzt. In den Einkaufsmeilen Berns dürfte es weitaus enger zugegangen sein. Am späten Nachmittag des zweiten Tages dann der Schock: Die Messe wird noch am gleichen Abend abgebrochen. Es wird keinen Samstag, Sonntag und Montag geben. Puh. Das gab es noch nie – eine laufende Messe wird abgebrochen! Trotz vorheriger, frischer Zusage. Nun, die Deutungshoheit dieser Entscheidung spreche ich mir ab. Die verärgerten Stimmen der Aussteller, besonders die der Schweizer Kolleginnen und Kollegen, waren aber nicht zu überhören. „Machtspielchen der großen Vereine, politische Konzession…“ Halt, ich wollte doch nicht den Erklärer spielen. Was blieb? Aufhören, Abbauen und Heimfahren. „Mund abbuzze unn weidermache“ würde man in meiner Heimat sagen. Und so haben wir es auch gemacht. Nur kurz waren wir frustriert. Dann haben wir geplant und statt mit Sorge mit Vorfreude auf das kommende Jahr geblickt: Es kann nur besser werden. Wieder Reisen und vielleicht eine Donald-freie Welt. Mit unserem erfolgreichen digitalen SeaBridge-Treffen Anfang Oktober und dem AO-Weihnachtsstreaming mit Schaltungen zu Freundinnen und Freunden in die ganze Welt stimmen wir uns auf 2021 ein.

Liebe Leserinnen und Leser, lasst euch durch Rückschläge nicht entmutigen. Freut euch auf zukünftige Touren und schwelgt in vergangenen Reiseabenteuern. Denn Reiseerlebnisse sind, möge kommen was wolle, durch nichts zu nehmen.

Euer Kostya


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Knigge mobil: Stellplatztipps für umme

„Wie unvernünftig – Tipps kostenlos raushauen und ein Jahr später plötzlich verhungern“ - manch ein merkantiler Mensch dürfte so denken, wenn ich in den Workshops, den Ratgebern oder hier im Knigge das in 35 Jahren gesammelte Wissen publiziere. Nun, erstens war ich noch nie ein Freund von „Geheimnistourerei“ und zweitens verhungert ein wohlgebetteter, mit einer Beamtin verheirateter Reisemobilist nicht so schnell, erst recht nicht plötzlich. Und drittens hat sich das Ganze als sehr fruchtbar erwiesen. Ich gebe euch Tipps für die kleinen und großen Overländerabenteuer, und ihr sagt mir, was ihr da wirklich erlebt habt. AbenteuerOsten ist viel unterwegs, aber nicht überall zu jeder Zeit. Vielleicht ist einer meiner Tipps Asbach Uralt und gehört aufgefrischt oder gar vom Tisch.

Heute will ich „aus der Hüfte geschossen“ über Stellplatzwahl sprechen. Der gemeine Reisemobilist, Weibchen wie Männchen, ist freiheitsliebend (wie immer in der Abenteuerpost rein biologisch-touristische und nicht wertende Bezeichnung). Den Nachtplatz nicht auf bestimmte Daten und Zeiten festzulegen bedeutet Freiheit. Sich durch ein Land treibenzulassen hat aber auch den Preis, dass man meist mittags noch nicht weiß, wo man abends steht. Auf unseren geführten und optimierten Touren wissen wir das natürlich und platzieren gerade in Städten unsere Reisemobile recht zentral. Auch dem Individualreisenden würde ich empfehlen, Stadtstellplätze vorrecherchiert und verabredet zu haben. Spontan einen Stadtplatz zu wählen – das ist meist mit Vertreibung zu später Stunde verbunden. Entweder übernimmt das die Polizei oder alkoholisierte grölende Typen kommen ihnen zuvor. Für spontane Übernachtungen empfehle ich statt Stadtplatz deshalb entweder den „technischen“ oder den Naturplatz.

Der technische Platz

Frisst der gemeine Reisemobilist Kilometer, was in ganz Asien und Europa durchaus häufiger der Fall ist und beendet die Fahretappe erst bei Dunkelheit, gilt Folgendes: Entlang der Straße lässt sich – meist bei Tankstellen, Autohöfen oder TIR-Parkplätzen – ein bewachter oder zumindest eingerichteter Platz wählen. Es empfiehlt sich, möglichst weit weg von anderen Lastwagen oder Trucker-Restaurants zu stehen. An beiden Orten kann es laut werden: Bei kaltem Wetter lassen die LKW ihren Motor laufen, bei heißem ein Kühlaggregat und bei Abfahrt werden die Lufttanks bei laufendem Motor gefüllt. Beim Restaurant mit Bar und gegebenenfalls Rotlichtmilieu kann es bis fünf Uhr morgens hörbar rundgehen. Nicht empfehlenswert sind zumindest in Europa klassische Raststätten und Autobahnparkplätze. Hier wird fast so viel geklaut wie im Weißen Haus gelogen.

Unbedingt zu vermeiden ist das Rumstochern im Gelände bei Dunkelheit. Man sieht weder weichen Untergrund noch spitze Gegenstände, die einen Reifen schnell mal aufschlitzen können, geschweige denn andere Gefährdungen in der Umgebung.

Der Naturplatz

Seid ihr unterwegs, fangt früh an zu suchen. Ideal sind natürlich viel Grün und eine tolle Aussicht, idealerweise am Meer mit Blick auf Berge und Wasserfall. Nicht immer wird es so schön ausgehen – aber auch Wald, Wiese oder Steppe als temporärer Wohnplatz haben ihre Faszination. Heutzutage kann man sich im Handy oder Tablet Satellitenansichten so detailliert heranholen, dass man schon recht genau vorplanen kann, was ein landschaftlich schönes Ziel ist und über welche Wege man es erreichen kann. So nah wie möglich am Ufer stehen ist ein Wunsch, der sich im weiten Russland tatsächlich noch recht häufig erfüllen lässt. See- oder Flussufer, die von der Hauptstrecke aus einsehbar sind, werden aber auch von vielen Vorbeifahrenden besucht. Je weiter man weg von Stadt oder Dorf ist, umso einsamer und naturbelassener dürfte das Ziel sein.

Die letzten 100 Meter können herausfordernd sein. Ich empfehle, schwierige Anfahrten erst mal zu Fuß abzulaufen. Je geländegängiger ein Fahrzeug ist, umso besser erreicht man abgelegene, schöne Stellplätze. Hier sind allradgetriebene Fahrzeuge definitiv im Vorteil. Generell empfiehlt es sich, einen Naturplatz immer so zu wählen, dass er von der nächsten Straße nicht eingesehen werden kann. Zudem sollte man bedenken, dass tolle Plätze, besonders am Wasser, an Wochenenden häufig Ziel der Einheimischen sind. Sonntagabend bis Freitagnachmittag sind die Chancen größer, dass man recht ruhig am Busen der Natur campieren kann.



Zum Schluss eine Bitte an alle Wildcamper: Benehmt euch und respektiert das Gastland! Das bedeutet konkret: Keine Klos in Gewässer oder spürbar für andere in die Natur entleeren. Auf chemische Mittel ist ganz zu verzichten, wenn es keine Entsorgungsstationen gibt. Hinterlasst den Platz sauber, respektiert die wenigen Regelungen in der Natur und bleibt auf den Wegen, statt die Vegetation umzupflügen. Damit erhalten wir uns den Ruf als Botschafter des kulturellen Austauschs und hinterlassen mehr als nur einen guten Eindruck.

Euer gemeiner Reisemobilist Kostya



Nachhaltig mobil: Unser Projekt 2025

In der Rubrik „Nachhaltig mobil“ sammelt Tourdirektor und Projektleiter Lukas Ninphius Informationen rund um die Themen alternative Antriebe und nachhaltige Mobilität. Dazwischen berichtet er über den aktuellen Stand unseres visionären Projekts 2025, in dessen Rahmen wir fossilfrei mit klimafreundlichen Antrieben die Welt umrunden wollen.  

Nachdem wir in den letzten Ausgaben über die rasante Entwicklung bei E-Autos und solarbetriebenen Ladestationen berichtet haben, gibt es dieses Mal einen kleinen Exkurs in einen weiteren Bereich der E-Mobilität, der noch etwas weiter von der Alltagsreife entfernt ist – aber dafür umso wichtiger und visionärer.

Habt Ihr schon einmal von der „Pipistrel Velis Elector“ gehört? Falls nicht, stelle ich sie Euch kurz vor. Die „Pipistrel“ schafft 120-150 km/h und benötigt für eine Strecke von 839 Kilometern rund 191 kWh elektrische Energie, was einem Energieäquivalent von 19,58 Litern Diesel entspricht. Im August hat sie ihre erste Langstrecke erfolgreich absolviert. Es ging von Schänis in der Schweiz nach Norderney. Für die Gesamtstrecke brauchte sie 56 Stunden und elf Zwischenstopps. Um Euch nicht zu lange auf die Folter zu spannen: Bei der „Pipistrel“ handelt es sich um das weltweit erste zugelassene Passagierflugzeug mit elektrischem Antrieb.

Als Ferienflieger ist die Pipistrel zwar nicht geeignet: Sie hat nur zwei Plätze. Das Gewicht im Bereich E-Flugzeuge ist bislang noch das Hauptproblem, die Energiedichte ist zu niedrig. Selbst das Leichtflugzeug musste alle 80 Kilometer zwischenlanden. Nichtsdestotrotz stellte das Team rund um die Pipistrel fünf Weltrekorde auf und was noch viel wichtiger ist – es hat bewiesen, dass E-Fliegen möglich ist.
In der nächsten Ausgabe stellen wir Euch die einzelnen Etappen des Projekts 2025, seine Besonderheiten und seine Herausforderungen vor.

Bis zum nächsten Mal!
Euer Lukas



AllradOsten: Nur wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg 



Der Osten. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2020. Dies wären die Abenteuer von AllradOsten, wenn es nicht die Corona-Pandemie gäbe, die uns alle ausbremst. Pläne gab es bei AllradOsten für dieses Jahr mehr als genug. Sei es der Norden Russlands oder die Arabische Halbinsel – wir wären zusammen mit euch wieder unterwegs gewesen auf traumhaften Strecken und hätten einmalige Eindrücke von Land und Leuten erleben dürfen. Nun kam alles anders, aber - c'est la vie. In der vorigen Ausgabe der Abenteuerpost haben wir darauf hingewiesen, dass man sich mit den Gegebenheiten im Leben arrangieren muss. Oder wie unser Kollege Kostya Abert immer sagt: Wer sich ärgert, ärgert sich selbst. 

Auch wenn derzeit nicht klar ist, wann die Grenzen Richtung Osten wieder aufgehen und wie genau das Reisen im Jahr 2021 aussehen wird – wir stehen in den Startlöchern und sind dank der Erfahrungen der letzten Jahre sowie unserer zahlreichen Kontakte vor Ort bestens aufgestellt. Schon jetzt ist klar, dass es nicht einfacher werden wird den wilden Osten zu bereisen und wir die ein oder andere offizielle Vorgabe erfüllen müssen. Ob diese logisch erscheint oder unserer westeuropäischen Sichtweise entspricht, spielt dabei keine Rolle. Nur wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Sonst könnten wir einfach zu Hause bleiben. Hat man diese erste mentale Hürde erfolgreich genommen und sich durch den administrativen Wust an lokalen Vorgaben gekämpft, so liegt er vor uns: der Weg in unser Reiseabenteuer.

A propos Wege: Auch wenn wir bei AllradOsten gerne abseits der bekannten Pfade unterwegs sind, gibt es auch hier so gut wie immer einen Weg, den es zu erkennen und zu benutzen gilt: Ob Feldweg zum nächsten Dorf, Sandspur in der Steppe oder Forstweg im sibirischen Wald – gerade weil wir mit Allrad in der Natur unterwegs sind, wollen wir diese nicht noch unnötig belasten. Wir versuchen möglichst vorhandene Wege zu nutzen und so wenige Spuren wie möglich zu hinterlassen. Wie weiter oben bereits im Knigge thematisiert, gilt unsere Verantwortung für Mensch und Umwelt für die Route ebenso wie für die Stellplätze. Nur so lässt sich diese Art des Reisens mit den Menschen vor Ort, der Umwelt und dem eigenen Gewissen vereinbaren.

Die US-amerikanische Schauspielerin Jane Fonda sagte einmal: „Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.“ So gesehen wird es für uns alle in Zukunft nur einen Weg geben – besser auf unsere Welt aufzupassen. Wir müssen nur gewillt sein, diesen Weg auch zu gehen.



Treffpunkte: Messen & Events 2020


Wir hatten uns sehr gefreut, euch im November unsere bereits bewährten und brandneuen Allradtouren vorzustellen – leider müssen wir damit noch bis nächstes Jahr warten. Die Offroadmesse in Friedrichshafen wird aufgrund des aktuellen Pandemiegeschehens ins nächste Jahr verschoben. Das neue Datum wird laut Veranstalter Ende November bekanntgegeben.






 
Adventure Southside

Auf 2021 VERSCHOBEN







Weihnachtsstreaming

19. Dezember 2020
17:00 Uhr




Nach eurem überwältigenden positiven Feedback auf unsere ersten beiden Livestreams wollen wir euch in diesem Jahr gleich noch einmal digital treffen: Kurz vor Weihnachten möchten wir alte Geschichten aus winterlichen und aus warmen Zeiten erzählen, sowie euch einen Rundum-Einblick geben was nächstes Jahr alles möglich ist bei AbenteuerOsten und AllradOsten.

Senden werden wir wieder live aus dem Hauptquartier in Mainz - und dazu auch viele euch bekannte Menschen aus aller Welt einladen. Mehr verraten wir erstmal nicht, seid gespannt! Den Link zum Streaming veröffentlichen wir in den kommenden Wochen online auf www.abenteuerosten.info sowie auf Facebook und Instagram.





Teamgeister: Pfadfinder – Ratgeber – Wegweiser

Es braucht viele gute Geister, die unsere Touren ausarbeiten, uns umsichtig ans Ziel führen und sicher wieder nach Hause bringen. Wir wollen euch die Menschen aus unseren Teams vorstellen. Nur mit ihnen, ihrem Wirken, Können und Wissen und ihrer großen Passion konnten wir das werden, was wir heute sind: ein starkes Netzwerk aus guten Kontakten, treuen Begleitern und verlässlichen Beziehungen, das auf noch so schwierige Fragen fast immer eine Antwort findet. Es überspannt nach 13 Jahren Reiseorganisation den wilden Osten von Berlin bis Timor.




Mit Odi
durch die Mongolei

Die Mongolen waren schon immer bekannt dafür, in harten Zeiten besonders belastbar zu sein. Kein Wunder also, dass auch unser „Odi“ (dies ist die Kurzform von Odnyam) niemals die Nerven verliert und für jede Situation einen Lösungsvorschlag parat hat. Der sympathische Alleskönner hilft uns seit 2019 durch die Weiten der mongolischen Steppe zu kommen und konnte sich im letzten Jahr kaum über Langeweile beklagen. Als Naturliebhaber mit eigenem Jeep verbringt er seine Freizeit am liebsten draußen und kennt somit nicht nur jede Ecke des Landes, sondern weiß auch, wie man abseits der Zivilisation und ohne technisches Gerät jagt, kocht, Autos repariert und jede Menge Spaß hat. Wir danken dir für die gemeinsame Zeit, lieber Odi, und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Ohne unsere Reiseleiterinnen, Reiseleiter und internationalen Teams hätten wir niemals so viel von Land und Leuten mitbekommen können. Wir haben von ihnen Insiderwissen erhalten und Geheimtipps erfahren, haben gemeinsam spannende Veranstaltungen besucht und auf diese Art so viele wundervolle Erfahrungen machen können, die wir mit unseren Reiseteilnehmenden teilen. Vor allem haben wir eine große Freundschaft geschenkt bekommen. Danke!


Bild des Monats: Globalisierung auf Meenzerisch





Wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft in Kiew gegen die Ukraine gewinnt, das ursprünglich in Bad Königshofen geplante und wegen Corona abgesagte Seabridge-Treffen stattdessen als Streaming digital vom Mainzer AbenteuerOsten-Büro aus läuft, Arthur und Oleg mit Bier aus Singapur und Indien miteinander anstoßen, während Kostya im Hintergrund über die Seidenstraße referiert, dann ist die Welt wirklich ein globales Dorf geworden.



Video des Monats: Ein wahres Open Air-Konzert

Es zählt sicherlich zu den Highlights unseres Mongolei-Besuchs: Das Konzert der Band aus Karakorum unter freiem Himmel. Auch 2019 hatten wir das Glück, dieses im Rahmen unserer Tour „Mongolei & Mittelasien“ direkt an unserem Stellplatz am Ufer des Flusses Orchon erleben zu können.




      

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